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_RGO1625.jpgNeuntöter35 views06/2008
Der Neuntöter (Lanius collurio), auch Dorndreher, Falkensänger oder Rotrückenwürger genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Würger (Laniidae).
Manchmal wird auch der zentralasiatische Isabellwürger (Lanius isabellinus) als eine Gruppe von Unterarten des Neuntöters bewertet.
Aussehen
Der Neuntöter ist ein ca. 16-18 cm großer Vogel mit kräftigem, leicht hakig gebogenem Schnabel. Die Geschlechter unterscheiden sich in der Färbung des Gefieders. Männchen sind unterseits rötlich-weiß, am Rücken und auf den Flügeln rotbraun gefärbt. Sie haben einen grauen Scheitel, Nacken und Bürzel, breite schwarze Augenstreifen und einen schwarzen, an der Basis weiß gesäumten Schwanz. Weibchen sind oberseits braun gefärbt, mit hellem, graubraunem Nacken und Bürzel und dunkleren Augenstreifen. Ihre Unterseite ist hellgrau und durch dunklere Federsäume quergewellt. Jungtiere sehen den Weibchen ähnlich, sie sind aber auch oberseits quergewellt. Mehrere Unterarten sind bekannt, sie sind im Feld kaum zu unterscheiden.
Verbreitung
Neuntöter, Männchen, Neuntöter, Jungvogel
Neuntöter, MännchenAls Zugvogel ist der Neuntöter in Europa von Ende April bis September anwesend. Er brütet in weiten Teilen Europas, nach Norden bis Schottland, Mittelschweden und Südfinnland. In Südeuropa fehlt er etwa im größten Teil der Iberischen Halbinsel. Außerhalb Europas brütet er in Westsibirien, vom Ural bis zum Altai-Gebirge (L. c. pallidifrons) und in Vorderasien, wo von Süd- und Ost-Anatolien bis in den Nordwesten und Norden von Iran – und auf der Krim – die Rasse L. c. kobylini vorkommt. Der Neuntöter überwintert in Ost- und Südafrika. Die Durchzugsroute verläuft über Südosteuropa und Vorderasien.
In Mitteleuropa ist der Neuntöter die häufigste Würger-Art.
Lebensraum
Der Neuntöter bewohnt offenes Gelände, das einerseits Büsche und Hecken als Neststandorte, andererseits niedrige Bodenvegetation mit reichlich Insekten bietet. Seine Lebensräume reichen also von buschbestandenem Weideland bis zu Bahnböschungen und Waldrandgebüschen. Er bevorzugt dornige Sträucher, wie zum Beispiel Weißdorne oder Schlehdorne, besonders an den Enden einer Hecke.
Jagdweise und Ernährung
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus großen Insekten. Daneben werden auch Mäuse, kleine Eidechsen, Frösche oder Jungvögel erbeutet.
Auffällig ist das Verhalten bei der Jagd. Meist sitzen Neuntöter auf einer exponierten Warte, z. B. einer Strauchspitze oder einem Zaun und halten von dort aus nach Beute Ausschau. Blitzschnell fliegen sie zum Boden, fangen ein Beutetier und kehren damit wieder auf ihre Warte zurück. Indem der Neuntöter seine Beute auf Dornen und Stacheln, notfalls auch am Stacheldrahtzaun aufspießt, schafft er Vorräte für schlechte Tage. Wegen dieser Verhaltensweise hat er auch seinen Namen Neuntöter (= Vieltöter) bekommen.
Unverdauliche Nahrungsreste werden in Form von kleinen Speiballen, auch Gewölle genannt, ausgeschieden. Im Speiballen, der ausgewürgt wird, befinden sich Haare, Knochen, Federn oder die unverdaulichen Teile großer Insekten. So lässt sich nachvollziehen, wie sich der Vogel ernährt hat.Robert Goppelt
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_RGO1617.jpg...kolben32 views06/2008 Wahner Heide
Die Rohrkolben (Typha), regional auch als Lampenputzer, Schlootfeger oder Kanonenputzer bezeichnet, sind die einzige Gattung der Familie der Rohrkolbengewächse (Typhaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie umfasst etwa acht bis dreizehn Arten. Manche Autoren stellen auch die Arten der Gattung Igelkolben (Sparganium) in diese Familie.
Sie sind Wasser- und Sumpfpflanzen, welche in Feuchtgebieten dichte Bestände entwickeln können. Besonderes Kennzeichen der Rohrkolben ist der auffallend zweiteilige Blütenstand aus einem rein weiblichblütigen und darüber befindlichem rein männlichblütigen Kolben.
Robert Goppelt
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